Die Therapie des Diabetes mellitus ist komplex, vielschichtig und nicht zuletzt auch abhängig von der vorliegenden Diabetesform. AWMF Register-Nr. Der Blutzucker muss in der Schwangerschaft so gut wie irgend möglich eingestellt sein. Die Schwangerschaft erhöht den Bedarf des Körpers an Vitaminen, Eisen, Jod, Magnesium, Kalzium und vor allem Folsäure. behandelt werden, um eine deutliche Verschlechterung des Sehvermögens zu vermeiden. Optimalerweise sollte mindestens drei Monate lang eine annähernd normale Stoffwechsellage erzielt werden, bevor die Schwangerschaft eintritt. Weibernetz ist ein bundesweiter Zusammenschluss und eine politische Interessenvertretung von und für Frauen mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen. Dr. Ludwig Kaspar im Videoblog über eine (leider) weitverbreitete Stoffwechselerkrankung. Bei Frauen mit Diabetes, die schwanger werden, ist es wichtig, dass sie engmaschig von Diabetes-Fachkräften, Hebammen sowie Gynäkologinnen und Gynäkologen betreut werden. Dann haben sie gute Chancen auf eine Schwangerschaft ohne größere Komplikationen und ein gesundes Kind. Die Bauchspeicheldrüse des ungeborenen Kindes arbeitet auf Hochtouren, um die Insulinproduktion an die erhöhten Blutzuckerwerte anzupassen. Dies bedeutet: Die Zellen im Körper der Mutter sprechen schlechter auf Insulin an, wodurch der Blutzucker der Mutter nach der Nahrungsaufnahme länger erhöht bleibt. Auch eine ausreichende Versorgung mit Jod trägt zu einer gesunden Entwicklung des Kindes bei. Der Blutzucker-Langzeitwert HbA1c sollte drei Monate vor der Empfängnis unter sieben, besser 6,5 Prozent liegen. Die hohen Insulinwerte führen beim ungeborenen Kind zu übermäßigem Wachstum (Makrosomie) und Fetteinlagerung, die betroffenen Kinder sind bei der Geburt oft sehr groß und schwer. Die Insulinversorgung muss deshalb dem neuen Bedarf angepasst werden. Schwangerschaftswoche (SSW) ist beim Fetus eine eigene Insulinausschüttung nachweisbar. Im Falle eines Schwangerschaftsdiabetes ist das jedoch zu wenig. Jede Schwangerschaft ist und bleibt ein kleines Wunder. Idealerweise sprechen Frauen mit Diabetes eine geplante Schwangerschaft rechtzeitig vorab mit ihrem behandelnden Diabetologen und dem Frauenarzt ab. Eine engmaschige persönliche Betreuung mit Anpassung der Insulindosierung ist nötig, um auf den sich schnell ändernden Insulinbedarf zu reagieren. Dies stellt auch ein geburtshilfliches Problem dar: Die Rate an Komplikationen während der Geburt sowie an Kaiserschnittentbindungen ist bei Diabetikerinnen deutlich erhöht. Um diese Werte einzuhalten, wird in der Regel alle ein bis zwei Stunden der Blutzuckerspiegel bestimmt und bei Bedarf korrigiert. Bei der Frau sinkt der Insulinbedarf in den Stunden nach der Entbindung, dadurch steigt das Unterzucker-Risiko. Dadurch wird das Risiko von Fehlbildungen des Kindes an Wirbelsäule, Rückenmark und Gehirn sowie im Bereich von Lippen, Kiefer und Gaumen vermindert. Bestehen bei Ihnen diabetesbedingte Erkrankungen, zum Beispiel an Augen, Nieren, Schilddrüse oder Nerven, können sie sich während der Schwangerschaft verschlechtern. Empfohlen wird eine tägliche Einnahme von mindestens 0,1 bis 0,2 mg (100 bis 200 μg) Jod und eine jodhaltige Ernährung. Therapie. Etwa ab der 11. cookieConsentLibrary.triggerFunctionalConsentCallback(initHon); Um diesen Bereich der Unsicherheit abzudecken, führt Ihr Arzt oder Ihre Hebamme regelmässige Schwangerschaftskontrollendurch. 2); Georg Thieme Verlag, Stuttgart Danach sollten seine Blutzuckerwerte am ersten Tag alle drei Stunden kontrolliert werden, bis sie stabil sind. Aufgrund der Stoffwechselschwankungen in der Schwangerschaft und des individuell unterschiedlichen Insulinbedarfs muss die Insulindosis laufend gut angepasst werden. Liebe Tanja, 1. es kann gut sein, dass der Insulinbedarf sinkt, dieses ist aber zunächst keine Indikation für die Geburtseinleitung. Es gibt kein verbindliches Therapieschema für alle – für jede Schwangere muss die individuell beste Vorgehensweise festgelegt werden. Kinder von Müttern mit Diabetes Typ 1 und Typ 2 haben im Vergleich zu Kindern gesunder Frauen ein erhöhtes Risiko für Fehlbildungen vor allem an Herz, Lunge und Nervensystem. In der zweiten Hälfte der Schwangerschaft kommt es durch den Anstieg der von der Plazenta gebildeten Hormone zur oben beschriebenen Abnahme der Insulinempfindlichkeit – der Insulinbedarf der Mutter steigt kontinuierlich an. Nach der Geburt benötigen Mutter und Kind eine intensive Betreuung. In nachfolgendem Video erfahren Sie, worauf schwangere Frauen bei der Ernährung achten sollten: Bleiben Sie informiert mit dem Newsletter von netdoktor.at, Autoren: Dr.med. Wenn Sie Diabetes Typ 1 oder 2 haben, sollten Sie Ihre Schwangerschaft am besten planen. ), vor dem Essen: 60 bis 90 mg/dl (3,3 bis 5,0 mmol/l), eine Stunde nach dem Essen: weniger als 140 mg/dl (7,7 mmol/l), zwei Stunden nach dem Essen: weniger als 120 mg/dl (6,6 mmol/l), vor dem Schlafengehen: 90 bis 120 mg/dl (5,0 bis 6,6 mmol/l), nachts (etwa zwei bis vier Uhr): 60 bis 90 mg/dl (3,3 mmol/l), Ihre Fachärztin bzw. document.getElementById('hon').prepend(imgTag); Es gibt verschiedene Formen von Diabetes gemeinsames Merkmal dieser Gruppe von Erkrankungen ist ein erhöhter Blutzuckerspiegel. Um ausreichend Erfahrungen mit der Insulinpumpe sammeln zu können, ist es sinnvoll, bereits mindestens drei Monate vor der Schwangerschaft auf die Pumpe umzustellen. Der BBE ist ein Verein zur Interessensvertretung behinderter und chronisch kranker Menschen, die Eltern sind, Eltern werden oder werden wollen. Knapp ein Prozent aller Schwangeren in Deutschland, etwa 7.500 Frauen, haben Diabetes – die meisten von ihnen Typ 1, etwa 20 Prozent Typ 2. Bei Typ-2-Diabetes besteht primär eine verminderte Empfindlichkeit der Körperzellen auf Insulin, die sich meist schleichend entwickelt und später auch zu einer gestörten Insulinfreisetzung f… Schwangere Diabetikerinnen sollten für die Entbindung ein Krankenhaus mit diabetologischer Erfahrung und angebundener Neonatologie wählen, um eine optimale Versorgung des Kindes zu gewährleisten. Da die individuelle Jodversorgung von vielen Faktoren abhängt, zum Beispiel von den persönlichen Ernährungsgewohnheiten, ist es ratsam, mit der behandelnden Ärztin oder dem Arzt zu Beginn der Schwangerschaft den Jodbedarf zu besprechen. Im Verlauf der Schwangerschaft hat die werdende Mutter einen höheren Bedarf an Insulin. Liegt eine ständige Erhöhung des Zuckers vor, so kommt es zu einer Zuckerausscheidung im Urin, wodurch das Auftreten von Infektionen weiter gefördert wird. Daher versucht der Körper des Ungeborenen den Insulinmangel wettzumachen und stellt selbst mehr davon her. Durch den Mutterkuchen gelangt der Zucker aus dem Blut der Mutter in das Blut des Fetus – ein ständiger Zuckereinstrom zum Kind gewährleistet dessen Versorgung. Kann es noch nicht selbst saugen, können Sie oder die Hebamme die Vormilch auch per Hand ausstreichen und dem Kind über eine Pipette geben. Gefährlicher ist die Neigung zu Harnwegsinfekten mit der Gefahr einer Nierenbeckenentzündung. Eine engmaschige persönliche Betreuung mit Anpassung der Insulindosierung ist nötig, um auf den sich schnell ändernden Insulinbedarf zu reagieren. Bei zu hohen Keton-Werten besteht die Gefahr einer sogenannten Ketoazidose. Unter Umständen kann die Verlegung in eine Kinderklinik notwendig sein. In der Frühschwangerschaft oder schon bei der Planung sollte ein „Staging“ des Diabetes durchgeführt werden. Infektionen können zu vorzeitiger Wehentätigkeit und Frühgeburten führen. In der Spätschwangerschaft treten bei schlechter Blutzuckereinstellung vermehrt sogenannte Ketoazidosen auf: Dabei kommt es stoffwechselbedingt zu einer Übersäuerung des Blutes, die bis zum Koma führen kann und sowohl für die Mutter als auch für das ungeborene Kind eine absolute Notfallsituation darstellt. Somit muss auch wenn nicht gegessen wird Insulin zur Verfügung stehen, da sonst auch gespeicherte Energie nicht verwendet werden kann. Augenarzt, Nierenspezialist) in die Betreuung der Schwangeren eingebunden. Geist C et al. SSW steigt er hingegen kontinuierlich an und liegt oft 50–60% höher als vor der Schwangerschaft. Dies erfordert die engmaschige Zusammenarbeit mit einem Diabetologen und eine intensive Mitarbeit der Schwangeren. All rights reserved. Diabetikerinnen, die vor der Schwangerschaft mit oralen Antidiabetika behandelt wurden, müssen auf Insulin umgestellt werden. Monat. Beginnen Sie mit der Einnahme von Folsäure am besten schon, wenn Sie eine Schwangerschaft planen. Lassen Sie Ihre Werte deshalb alle zwei Wochen bei der Diabetologin oder beim Diabetologen kontrollieren. EineBlutung erkennen Sie sofort,vorzeitige Wehen nehmen Sie ebenfalls wahr, auch wenn Sie diese vielleicht gerade bei einer ersten Schwangerschaft nicht richtig einschätzen können. Zudem entwickeln schwangere Diabetikerinnen gehäuft schwangerschaftsbedingten Bluthochdruck sowie eine Präeklampsie. In der Frühschwangerschaft besteht (vor allem nachts) die Gefahr schwerer Unterzuckerungen (Hypoglykämien), die bis zur Bewusstlosigkeit führen können. Schwangerschaftsdrittel sinkt der Insulinbedarf ab. The materials in this web site cannot and should not be used as a basis for diagnosis or choice of treatment. Dies schafft die besten Voraussetzungen, dass eine Typ-1-Diabetikerin ebenso ein gesundes Kind zur Welt bringen kann wie jede andere Frau auch. Lassen Sie außerdem klären, ab welchen Blutzuckerwerten ein Keton-Test notwendig ist. Sind die Werte dagegen gut eingestellt, ist das Risiko für kindliche Fehlbildungen deutlich geringer. Die durch Diabetes bedingten Risiken für Mutter und Kind lassen sich durch eine engmaschige Betreuung und optimale Blutzuckereinstellung minimieren. 5. Netzhautveränderungen (diabetische Retinopathie) und diabetische Nierenerkrankungen (diabetische Nephropathie) müssen rechtzeitig behandelt werden. Die erhöhten Blutzuckerspiegel der Mutter passieren die Plazenta, gelangen in den Kreislauf des Fetus und können zu unterschiedlichen Fehlbildungen und Entwicklungsstörungen des ungeborenen Kindes führen. Der Inhalt von netdoktor.at darf nicht dazu verwendet werden, eigenständig Diagnosen zu stellen, Behandlungen zu beginnen oder abzusetzen. Diese hat 2 Spitzen im Verlauf. The CDC discovered that there were 26 million people living with diabetes in 2010. Auflage 2013; Georg Thieme Verlag, Stuttgart Dies stellt eine absolute Notfallsituation dar. Für Frauen mit einem Typ-1-Diabetes besteht vor allem zu Beginn der Schwangerschaft und besonders nachts das Risiko, dass die Blutzuckerwerte zu stark abfallen (Hypoglykämie). Regelmäßige Blutzucker-Selbstkontrollen, Kontrollen des Urins auf Zuckergehalt und die Erstellung von Blutzucker-Tagesprofilen sind wichtige Parameter, mit denen die Blutzuckereinstellung überwacht wird. In diesem Fall kontrollieren Sie Ihren Blutdruck am besten täglich selbst. Planen Sie Ihre Schwangerschaft und werden Sie möglichst mit einem HbA1c-Wert unter 7% (noch besser: unter 6,5%) schwanger. auch eine verminderte Empfindlichkeit der Körperzellen auf Insulin besteht, muss während der Schwangerschaft die Diabetestherapie an den veränderten Insulinbedarf angepasst werden. 1. Ein Schwangerschaftsdiabetes kann durch einen gesteigerten Insulinbedarf oder eine zunehmende Insulinresistenz der Schwangeren entstehen: Mit fortschreitender Schwangerschaft benötigt die werdende Mutter mehr Energie. Der eingetragene Verein setzt sich für die Verbesserung der Lebenssituation von Frauen und Mädchen mit einer Behinderung und/oder chronischen Erkrankung ein. Sind die Blutzuckerwerte der Schwangeren in dieser Zeit nicht optimal eingestellt, kann das zu Fehlbildungen beim Kind führen. In diesem Fall entsteht dann der Gestationsdiabetes. Auch für die Schwangere selbst bestehen einige Risiken. Wie Sie Insulin korrekt verabreichen . Dennoch ist es wichtig, der eigenen Gesundheit und dem ungeborenen Kind zuliebe aktiv für einen positiven Verlauf der Schwangerschaft zu sorgen. Nicht zuletzt kann die frühzeitige Überbeanspruchung der Bauchspeicheldrüse des Kindes auch langfristige Folgen haben: Die Kinder zeigen oft bereits im Schulalter eine Neigung zu Übergewicht und haben ein erhöhtes Risiko, im Laufe ihres Lebens eine Glukosetoleranzstörung bzw. Das B-Vitamin Folsäure ist für eine gesunde Entwicklung des Kindes besonders wichtig. Zudem besteht während der gesamten Schwangerschaft ein erhöhtes Risiko für eine Fehlgeburt (Abort), da es bei Diabetikerinnen aufgrund von Gefäßveränderungen gehäuft zu Durchblutungsstörungen der Plazenta kommt, wodurch die Gefahr einer Unterversorgung des Kindes besteht. Wenn sich aber Ihre Plazenta an einem ungünstigen Ort in der Gebärmutter befindet oder Ihr Blutdruck ansteigt, bemerken Sie dies wahrscheinlich nicht selber. Die BZ-Zielwerte liegen weit tiefer als außerhalb der Schwangerschaft, das Erreichen muss jedoch im Verhältnis zur Gefährdung der Mutter durch schwere Hypoglykämien stehen. Diese Form der Glukosetoleranzstörung ist ursächlich auf die Schwangerschaft und die damit verbundenen Belastungen zurückzuführen, tritt erstmals in der Schwangerschaft auf und bildet sich nach der Schwangerschaft wieder zurück. Zudem neigen schwangere Diabetikerinnen vermehrt zu Stoffwechselentgleisungen. Die von der Plazenta gebildeten Hormone haben eine dem Insulin entgegengesetzte Wirkung. Unmittelbar nach der Entbindung fällt der Insulinbedarf drastisch ab, in den ersten Tagen manchmal sogar unter den Ausgangsbedarf vor der Schwangerschaft. Dann, ab dem 2. Lassen Sie vor der geplanten Schwangerschaft, zu Schwangerschaftsbeginn und je nach Befund und Risiko noch ein- bis zweimal Mal im Anschluss Ihre Netzhaut untersuchen. Wir befolgen den HON­code Standard für vertrauensvolle Gesundheits­informationen Zum Zertifikat. Vor allem die Lunge und die Leber sind häufig von Reifungsverzögerungen betroffen, wodurch es nach der Geburt zu Atemstörungen und Gelbsucht kommen kann. : Hebammenkunde – Lehrbuch für Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und Beruf. Schon vor der Schwangerschaft müssen fortgeschrittene Stadien der diabetischen Augenerkrankung ausgeschlossen bzw. Wie verläuft die Geburt bei Frauen mit Diabetes? Da Ihr eigener Insulinbedarf sinkt, wenn die Milchbildung einsetzt, muss Ihre Insulindosis neu angepasst werden. Glukose ist die wichtigste Energiequelle des Kindes im Mutterleib. var imgTag = document.createElement('img'); Es fördert die Aufnahme von Zucker in die Zellen und senkt so den Blutzuckerspiegel. Dies kann jedoch während der Schwangerschaft eine Herausforderung darstellen, da sich in deren Verlauf der Hormonspiegel fortwährend verändert und dies Auswirkungen auf den Insulinbedarf hat. Die Gesundheitsinformationen des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) erläutern wissenschaftlich fundiert die Entwicklung, Folgen und Behandlung eines Schwangerschaftsdiabetes. Ziel ist es, bereits vor der Schwangerschaft den Wert unter 7 mmol/L (126 mg/dl) zu erreichen und diesen während der Schwangerschaft noch zu verbessern, bzw. 60 kg zu trotz hervorragender Ernährung und Lebensweise. Vor allem in der zweiten Schwangerschaftshälfte steigt der Insulinbedarf durch den Einfluss der Schwangerschaftshormone stetig an. Normalerweise produziert nicht nur das Kind selbst ab einem gewissen Alter Insulin, es bekommt auch eine Menge davon über Blut und Plazenta von seiner Mutter. Die BZ-Zielwerte liegen weit tiefer als außerhalb der Schwangerschaft, das Erreichen muss jedoch im Verhältnis zur Gefährdung der Mutter durch schwere Hypoglykämien stehen. Patientenversion der Leitlinie der Deutschen Diabetes-Gesellschaft, Merkblatt „Ich bin schwanger. Bei schwangeren Frauen mit vorbestehendem manifestem Diabetes handelt es sich in der Mehrzahl der Fälle um Typ-1-Diabetes, bei dem immunologisch bedingt ein Mangel an Insulin besteht. Zu Beginn der Schwangerschaft bis etwa zur 14. Dabei können generell Fehlentwicklungen aller Organe auftreten, am häufigsten sind Herz, Nieren, das Nervensystem sowie die Wirbelsäule des Kindes betroffen. Im weiteren Verlauf der Schwangerschaft kann sich, insbesondere bei einem schon länger bestehenden Diabetes, ein Bluthochdruck entwickeln. Zudem sind regelmäßige Blutzuckerselbstkontrollen, Kontrollen des Urins auf Zucker und die Erstellung von Blutzuckertagesprofilen wesentlich, um … Einerseits steigt der Insulinbedarf in dieser Phase der Schwangerschaft an, andererseits sind schwangere Diabetikerinnen besonders anfällig für Unterzuckerungen. Schwangere mit Diabetes sollten, wenn möglich, in Terminnähe entbinden, aber nicht „übertragen“, das heißt, den Geburtstermin nicht überschreiten. Am besten messen Sie morgens nüchtern, eine Stunde nach dem Frühstück, dann vor dem Mittagessen, eine Stunde nach dem Mittagessen, vor und nach dem Abendessen und vor dem Schlafengehen. Meistens stabilisiert sich der Zustand dann aber schnell. Welche Risiken bestehen für Schwangere mit Diabetes und ihre Kinder? Folsäurehaltige Lebensmittel tragen ebenfalls zu einer guten Versorgung mit Folsäure in der Schwangerschaft bei. Finden Sie einen Facharzt für Stoffwechselerkrankungen in Ihrer Nähe, function initHon() { Deshalb setzt auch eine gesunde Frau etwa ab der zweiten Hälfte der Schwangerschaft vermehrt Insulin in die Blutbahn frei. Dann können Sie schon im Vorfeld den Schwangerschaftsverlauf positiv beeinflussen. Was sollte die Diabetikerin während der Schwangerschaft beachten? Daher ist es für Sie jetzt noch wichtiger als sonst, zu wissen, welche Symptome bei Ihnen auf eine Unterzuckerung hinweisen, um richtig darauf reagieren zu können. Die bessere Ausbildung von Ärzten, Krankenhauspersonal und Hebammen sowie der technische Fortschritt haben dazu beitragen, das Risiko für schwangere Diabetikerinnen zu senken. Weyerstahl T, Stauber M: Gynäkologie und Geburtshilfe. Eine gute ärztliche Betreuung kann Ihnen helfen, sich in der Schwangerschaft trotz Diabetes so sicher wie möglich zu fühlen: In der ersten Zeit der Schwangerschaft entwickeln sich die inneren Organe des Kindes. Schwangerschaftswoche ist das Risiko geringer und die Blutzuckerwerte werden stabiler und kalkulierbarer. einen manifesten Diabetes zu entwickeln. Bei einer guten Blutzucker-Einstellung und konsequenter Einhaltung der Werte haben sie gute Chancen, eine komplikationslose Schwangerschaft zu erleben und ein gesundes Kind zur Welt zu bringen. Dies ist auch deshalb sinnvoll, weil sich der Insulinbedarf im Verlauf der Schwangerschaft stark ändert und eine Insulinpumpe die Anpassung deutlich erleichtert. Jede schwangere Diabetikerin muss daher regelmäßig vom Augenarzt untersucht werden. Das heißt, die Augengefäße und die Nierenfunktion sollten kontrolliert werden und das HbA1c, ein Parameter, der eine Aussage über die Blutzuckereinstellung der vergangenen sechs Wochen liefert, sollte bestimmt werden. +++ Mehr zum Thema: Gestationsdiabetes +++. Das Neugeborene ist in der Anfangsphase genau zu überwachen. In der Schwangerschaft werden Blutzuckerwerte zwischen 60 und 140 mg/dl im Tagesverlauf sowie ein HbA1c-Wert um 6% angestrebt. Je nach Ihrer persönlichen Situation kommen möglicherweise auch Familienhilfe, eine über die Krankenkasse finanzierte Haushaltshilfe oder andere spezielle Hilfen für behinderte und chronisch kranke Eltern für Sie in Betracht. Um das zu garantieren, ist seit 2010 im Mutter-Kind-Pass ein Zuckerbelastungstest zwischen der 24. und 28. Elterngeld, ElterngeldPlus und Elternzeit, Wochenbett nach einer Fehl- oder Totgeburt, Hilfe in schwierigen Lebenslagen für Schwangere und Familien, Mutterschutz am Arbeitsplatz und Mutterschutzfristen, Unterstützung für Eltern mit behinderten Kindern, Gesundheitsrisiken bei hormoneller Verhütung. Meistens treten bei Gestationsdiabetes keine Symptome auf. Dann haben sie gute Chancen auf eine Schwangerschaft ohne größere Komplikationen und ein gesundes Kind. Ernährungspläne und Therapieempfehlungen sind strikt einzuhalten, zudem sollten schwangere Diabetikerinnen – wie im Text beschrieben – regelmäßig die für sie relevanten Untersuchungen durchführen lassen. Ab der 20. Auch die Schilddrüse sollte auf eine Über- oder Unterfunktion getestet werden. Eine Diabetes-Ernährungsberatung, die gezielt auf die Bedingungen der Schwangerschaft eingeht, kann Ihnen möglicherweise hilfreiche Tipps und Unterstützung geben. zur Verschlechterung einer bereits bestehenden Veränderung des Augenhintergrundes (Retinopathie) kommen. Ein Diabetes mellitus während der Schwangerschaft ist gut zu behandeln – wenn er erkannt wird. Der Insulinbedarf verändert sich im Verlauf der Schwangerschaft. Ab der Schwangerschaftsmitte steigt er steil an und fällt bei der Geburt wieder stark ab. Wichtig ist auch die gute Zusammenarbeit zwischen Diabetologen und Gynäkologen, bei Vorliegen von Begleiterkrankungen werden auch die jeweiligen Spezialisten (z.B. Bei mir gab es keinen "typischen" Verlauf (im ersten Trimester etwas geringerer Bedarf und ab dem 2. Während der Geburt verändert sich der Insulinbedarf erneut, weshalb auch während der Wehen der Blutzucker regelmäßig kontrolliert werden sollte. Auch hier ist die Einstellung des Zuckers ausschlaggebend. Frauen, die Diabetes mellitus haben und schwanger werden, müssen sorgfältig fachärztlich betreut werden. Da bei Frauen mit Diabetes das Risiko einer Frühgeburt vor der 37. Eine Diabetikerin, die sich zu einer Schwangerschaft entschließt, muss sich darüber im Klaren sein, dass sie zum Verlauf der Schwangerschaft und der gesunden Entwicklung ihres Kindes wesentlich beitragen kann. Eine seltene, aber besonders schwere Form stellt das sogenannte kaudale Regressionssyndrom dar, bei dem es zur Unterentwicklung oder zum Fehlen von Teilen der unteren Wirbelsäule, des Beckens und der Beine des Kindes kommt. Frauen, die an Diabetes erkrankt sind und eine Schwangerschaft planen bzw. Das ist vor allem dann der Fall, wenn Frauen zu Beginn der Schwangerschaft mit Übelkeit und Erbrechen kämpfen und dadurch Probleme haben, regelmäßig Nahrung zu sich zu nehmen. Das hat jedoch zur Folge, dass das Kind sehr stark wächst und kräftig an Gewicht zulegt – meh… Gegen Ende der Schwangerschaft sollten zusätzlich regelmäßige CTG-Kontrollen (Kardiotokografie) durchgeführt werden. Die netdoktor Arztverzeichnis App ist da. Der Insulinbedarf fällt nach Entwicklung der Plazenta drastisch (bis auf ca. Auf den Gestationsdiabetes wird im Folgenden jedoch nicht näher eingegangen. 2. Als Orientierungswert dient der Bedarf vor der Schwangerschaft. Es gibt verschiedene Formen von Diabetes – gemeinsames Merkmal dieser Gruppe von Erkrankungen ist ein erhöhter Blutzuckerspiegel. imgTag.alt = 'HON-Code'; Zudem sollte die Schwangerschaft von einem Gynäkologen und Diabetologen interdisziplinär betreut werden. Eine Ketoazidose muss umgehend behandelt werden, sonst kann ein lebensgefährlicher Zustand eintreten.